OCTANORM-GmbH

VON PRODUCTSTREAM ZU VAULT AN EINEM WOCHENENDE

Dank guter Vorarbeit Umstellung reibungslos geschafft.

Ein Aluminiumprofil wurde zum Namensgeber der Firma und ist auch im Firmenlogo abgebildet. Das geniale Achteckprofil wurde zur Basis des Systems OCTANORM und machte die Firma zum Weltmarktführer im Bereich Messebausysteme. Das liegt auch daran, dass die Produkte flexibel wieder verwendbar sind und deshalb über Jahrzehnte genutzt werden.

Seit 1969 ist die OCTANORM®-Vertriebs-GmbH für Bauelemente eine treibende Kraft im internationalen Messebau. Im konventionellen Messebau werden für das obere Segment meist individuelle Lösungen bevorzugt. Am unteren Ende dagegen kommen meist einfache handgestrickte Lösungen zum Einsatz. OCTANORM versorgt den zahlenmäßig größten Anteil dazwischen, den Mittelstand und ist mit seinem Systembau zum Weltmarktführer aufgestiegen. Mit OSPI einer Tochterfirma von OCTANORM steht den Messebaupartnern das größte Messebau-Netzwerk der Welt zur Verfügung. Der Erfolg hat viele Faktoren. Ein wesentlicher Faktor ist die Wiederverwendbarkeit der Bauteile, die dem Messebauer die Wertbeständigkeit seiner Investitionen garantiert. Das Nutsystem wurde nie grundlegend geändert. So sind auch 30 Jahre alte Profile mit neuen Komponenten kompatibel. Trotz traditioneller Bauweise lässt das System Innovationen zu. Heute sind beispielsweise Leuchtrahmen, glatte Flächen und Vollverblendungen gefragt. Das alles ist heute auch mit einem System machbar.

Der erste Kontakt der KAILER & SOMMER GmbH mit der OCTANORM kam 2004 mit Ekkehard Dreher und Jörg Steinle in der Geschäftsstelle Wendlingen zu Stande. Bis dahin wurde bei OCTANORM ausschließlich mit AutoCAD gearbeitet. Erfahrungen mit AutoCAD gab es im Hause schon seit 30 Jahren. Mit OCTAdesign einem Plugin für 3ds Max und OCTAcad einem Plugin für AutoCAD, entwickelt von OCTANORM, designen und planen die Kunden ihre Messestände. Mit so einem elektronischen Lego-Baukasten geht der Messebau auch ohne große CAD-Kenntnisse flott von der Hand. Doch in der Konstruktion der eigenen Systeme war 3D gefragt, da waren sich die beiden einig und daraufhin wurde bald Inventor zusammen mit Productstream eingeführt.
Bei unserem Besuch in diesem Jahr erzählte uns Ekkehard Dreher rückblickend: „Schon bei der Auswahl des 3D-CAD Systems war klar, dass wir eine passende Datenmanagement-Lösung parallel mit dem Umstieg auf 3D-CAD einführen wollen, um das Potential der Software auszureizen“. Die Wahl fiel auf Productstream Professional (kurz PSP). Nicht nur für die Verwaltung der Konstruktionsdaten war es das ideale System, auch die Abbildungen des Hauptkatalogs mit über 1.000 Bauelementen, Neutralformate für Zulieferer sowie Daten für den 3D-Druck wurden im PSP verwaltet. „Digital Prototyping wurde bei uns in der Praxis schon bald gelebt“, so Ekkehard Dreher.

„Never change a winning Team“

so könnte man meinen und es war klar, dass der Wunsch nach einem Systemwechsel nicht von OCTANORM kam. Andererseits war aber auch klar, dass PSP ein Auslaufmodell war und es immer mehr Schwierigkeiten machte die Daten der verschiedenen neuen Systeme zu verwalten.
Der erste Versuch des Wechsels von PSP zu Vault Professional wurde 2013 unternommen aber leider abgebrochen. Nach mehrfachen Terminverschiebungen kam man in die heiße Phase der Vorbereitung zur EuroShop, Leitmesse für Messebauer die alle drei Jahre in Düsseldorf stattfindet. In dieser Zeit geht bei OCTANORM nichts Anderes. Der zweite und endgültige Versuch wurde 2016 gestartet. Das neue Release Vault Professional 2017 war gerade freigegeben worden und es enthielt eine Reihe wichtiger Verbesserungen. Zudem war PSP am Ende. Mit der Version 2011 wurde die Entwicklung seitens Autodesk eingestellt. Sogenannte Forward Patches machten es möglich, nur bis zur Inventor Version 2016 mit PSP zu arbeiten. Bei der im März stattgefunden Leitmesse EuroShop 2017 wurden alle neu vorgestellten Produktneuheiten darunter das revolutionäre OCTAUNIVERSAL System mit Inventor & Vault 2017 konstruiert und verwaltet.

Für das Projekt verantwortlich war von Seiten KAILER & SOMMER Siegfried Neumann und Ansprechpartner bei OCTANORM Ekkehard Dreher. Beiden war es wichtig, das vorherige PSP System in der Vault Umgebung möglichst genau nachzubilden. Ein Pflichtenheft musste her, in dem die Anforderungen exakt festgelegt wurden. Um alles vorab testen zu können, hatte Siegfried Neumann die Systeme in einer virtuellen Umgebung bei KAILER & SOMMER nachgebildet. Auf Ekkehard Dreher und sein Team kam die Aufgabe zu, die CAD-Daten mit dem Document Analyzer, einem Werkzeug von Autodesk für die Migration, zu überprüfen und gegebenenfalls zu überarbeiten.
Um ganz sicher zu gehen wurden mehrere Probe-Migrationen durchgeführt. Um nachher wieder sicher arbeiten zu können, wurde kurz vor der Umstellung Vault geschult. An einem Freitagnachmittag im Herbst 2016 war es dann so weit, PSP wurde abgeschaltet. Nach den ProbeMigrationen war der Ernstfall schon fast Routine. Am Montagnachmittag war Vault mit allen Daten aus PSP einsatzbereit. Ekkehard Dreher: „Der Umstieg war relativ schmerzfrei. Nach zwei Wochen war die Routine im neuen System da“. Das kam auch dadurch, dass die Oberfläche von Vault klar gegliedert ist und von Outlook bekannt ist.

Doch wo liegen die Vorteile? Ekkehard Dreher ist sich da nicht so sicher: „Im Moment haben wir nur das System gewechselt und alles läuft wie vorher. Der Mehrwert kommt im Laufe der Zeit, da wir jetzt alle Autodesk-Formate verwalten können“. In der neuen Umgebung kommt dem Jobserver eine wichtige Rolle zu. Von jedem gespeicherten 3D-Bauteil und jeder Baugruppe werden beim Befehl Status ändern: „Freigeben“ automatisch Neutralformate erzeugt: DWF Express, DWF vollständig und STEP, sowie von jeder Zeichnung eine PDF-, DXF- und DWG-Datei. Auch die Suchfunktionen sind weitaus besser als vorher, gibt Ekkehard Dreher zu.
Die wesentlichen Vorteile liegen für ihn aber in den zukünftigen Entwicklungen, die mit Vault Professional möglich werden. Da soll der Workflow mit dem ERP-System ausgebaut werden, da sind die Zugriffsmöglichkeiten von Fertigung, Einkauf usw. sowie externe Zulieferer. Kurzum der digitale Workflow mit allen Beteiligten soll optimiert werden, Prozesse vereinfacht und eine Effizienzsteigerung erreicht werden. Die Vision von Ekkehard Dreher: „Eine Art Dropbox im Unternehmen, ein A360 in der hauseigenen IT oder eine OCTANORM interne Cloud-Lösung“. Deshalb setzt er auf Vault.

 

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